Brunswiger hat geschrieben:bei mir blieb 2x die komplette Tachoeinheit meiner 2006er F800s aus
Als ehemaliger Besitzer einer F800GS, die das gleiche Kombiinstrument hat, weiß ich, dass es da eine Anfälligkeit gibt, eine seltene allerdings, die bei mir in fast 200000 km nie auftrat.
Wenn ich mir nun vorstelle, wie eine Werkstatt mit einem nur sporadisch auftretenden Fehler umgehen soll: Die steht natürlich vor dem Problem, dass man einen Fehler, der gerade nicht da ist, auch nicht suchen kann, erst recht nicht, wenn gar kein Fehler vorhanden ist, weil die Ursache außerhalb ist, wie es hier nun vermutet wird. Unter Umständen kann das bedeuten, für erfolglose Diagnosen zahlen zu müssen, wobei die genannte Firma "Diagnose kostenlos" schreibt, was natürlich heißt, dass man von einer kostenlosen Diagnose nicht zuviel erwarten darf. Natürlich kommuniziert eine seriöse Werkstatt das dem Kunden auch so ... in verständlichem Deutsch. Dann muss der Kunde, der einen Auftrag erteilt, eben auch damit rechnen, Geld zu bezahlen, ohne von der dann hoffentlich erbrachten Leistung zu profitieren.
Brunswiger hat geschrieben:Ich frage mich ob die Reparatur nun irgendwas mit dem eigentlichen Problem zu tun hatte. Wurden denn auch die "üblichen" Kondensatoren mit getauscht? Ich habe leider keine Dokumentation/Fotos der Arbeiten erhalten. 343,91€ sind schon ein berechtigter Grund danach zu fragen.
Das erinnert mich ein wenig an den Fehlerbericht der Reparatur meines Fernsehgeräts, zum Glück auf Gewährleistung, daher ohne finanziellen Nachteil für mich: Die Leiterplatte PCB war kaputt. Dazu muss man wissen, dass PCB das Kürzel für printed circuit board ist, zu Deutsch Leiterplatte, wobei ein moderner Flachbildfernseher eigentlich nur aus 2 wesentlichen Teilen besteht, der einen einzigen Leiterplatte, auf dem alle elektrischen Bauteile sitzen, sowie dem Bildschirm ... also ein ziemlich nichtssagender Fehlertext, der aber vermutlich für die geringe Tiefe der Diagnose steht. Nach dem Motto "Zeit ist Geld" dürfte das ähnlich viel Diagnose gewesen sein wie beim fraglichen Tacho, abgesehen davon, dass "mein" Fehler immerhin permanent war.
Mehr als diese Zeile war nicht im Reparaturbericht, immerhin war die Reparatur erfolgreich und nun läuft das Gerät schon einge Jahre ohne erneuten Ausfall.
Aber: Hat schon mal jemand Fotos von einer Werkstatt erhalten, die eine Reparatur dokumentiert ? Wenn überhaupt, passiert dergleichen allenfalls bei Versicherungsschäden.
Erst recht rechnet keiner mit der Rückgabe fehlerhafter elektronischer Einzelteile wie Kondensatoren, fabrikneu Centartikel, kaputt wertlosen Elektroschrott, d. h. so einen Wunsch hätte man vorher äußern müssen.
Hättest Du prüfen wollen, ob und was die gemacht haben, hättest Du schon selbst den Altzustand erfassen müssen, evtl. Teile markieren müssen. Wahrscheinlich wärst Du aber schon beim Öffnen des Gehäuses gescheitert. Das ist eben das grundsätzliche Problem, dass man auf das Wissen und Können der Fachleute oft fast blind angewiesen ist und darauf vertrauen muss. Das wissen natürlich auch die Werkstätten, aber nur die weniger seriösen nutzen das aus. Wobei ich zur genannten Firma auch positive Kritiken in Foren gelesen habe, d.h. ich kann und will die nicht bewerten.
Brunswiger hat geschrieben:Guten Tag, sie gaben bei Rechnung XXXX an das Instrument sei defekt und der Zentralprozessor zu tauschen.
Nun hat sich das Fehlerbild KEINEN Deut geändert: Funktioniert "kalt / nass" gar nicht und erwacht nach gewisser Fahrzeit oder Vibration / Bodenwelle zum Leben. Genau wie vorher.
Da das Instrument aus-eingebaut wurde ist nun der Kabelbaum im Verdacht.
Auf die Reparatur hat man ja auch Gewährleitung und wenn das Instrument schon wieder oder immer noch kaputt ist, hast Anspruch auf Nachbesserung. Insofern war der Hinweis auf eine mögliche externe Ursache vielleicht ungeschickt, besser wäre gewesen, sie selbst darauf kommen zu lassen.
Allerdings, von einer Reklamation hast Du wenig in Bezug auf die Wiederherstellung der Funktion, wenn Du schon weißt oder zu wissen glaubst, dass der Fehler außerhalb liegt.
hansg hat geschrieben:Bei Ueberspannung schaltet das Kombiinstrument aus.
Und bei Unterspannung - das hatte ich während einer F800GS-Zeit als Folge des Lichtmaschinenausfalls.
Brunswiger hat geschrieben:Morgens fiel mir eim Scheinwerferlicht ein periodisches minimals Zucken des Scheinwerferlichtes auf.
Dieses war NICHT mehr vorhanden als die Einheit heute Nachmittag wieder lief.
Und die Spannung auch sogleich geprüft ?
Brunswiger hat geschrieben:Spannung/Batterie 6ah LiFePO4 voll und i.O.
Ein m. E. ungewöhnliches Problem wurde kürzlich in einem anderen Forum diskutiert, wo das Zusammenwirken von Regler und LiFePO4-Batterie zu Problene zu führen scheint:
https://www.gs-forum.eu/threads/vorsich ... bs.223035/Scheint, weil noch nicht richtig geklärt ist, was genau da vor sich geht. Das nur als Hinweis, wie kompliziert das alles sein kann, aber natürlich stehen vorrangig auch Kabelbrüche und Kontaktkorrosion im Raum.
Vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung der Geschichte, vielleicht mit Happyend ?