Warum Reifen freigaben

Reifen, Freigaben, Erfahrungen.

Warum Reifen freigaben

Beitragvon kruemel0870 » 08.06.2017, 17:25

Hallo,
das es hier ja schon öfters mal zu diesem Thema Diskussionen gab. Habe ich durch Zufall ein tolles Video gefunden, wo das mal genau erklärt wird.
https://youtu.be/e7p4T5-qatg
kruemel0870
 
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Warum Reifen freigaben

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Re: Warum Reifen freigaben

Beitragvon HarrySpar » 08.06.2017, 18:19

Dieses Video ist uns ja schon bekannt.
Es dreht sich dabei nur um die Produkthaftung.
Aber Produkthaftung hin oder her.
Für mich ist mehr die rein technische Frage entscheidend, ob es überhaupt jemals möglich ist, dass ein Unfall entsteht, weil der nicht freigegebene Reifen nicht funktioniert.
Jeder Reifen hat halt seine Eigenschaften. Und man muss sich als Fahrer danach richten.
Zum Beispiel gibt es große Unterschiede bei den Nässehaftungen. Bremswegmessungen belegen das deutlich.
Wenn ich nun einen Reifen habe, der bei Nässe nicht so gut ist wie z.B. so ein Michelin Pilot Road oder sowas - und ich komme bei einem von der Seite daher kommenden Auto nicht rechtzeitig zum Stehen - war der Reifen dann nicht geeignet? Und nicht gut genug für eine Freigabe?
Mitnichten!!!! Der Reifen war dann eben lediglich bei Nässe schlechter als ein anderer Reifen. Und der Fahrer muss sich danach richten.

Harry

PS: Nochmal zum Thema Produkthaftung, das in diesem Viedeo so ausführlich abgehandelt wird.
Wie wäre das denn in den 90er Jahren gewesen, wo die Firma Alpha Technik reihenweise Reifen ABEs rausgebracht und für 150DM verkauft hat?
Z.B. Kawasaki hat den Reifen nicht freigegeben. Pirelli hat ihn auch nicht freigegeben. Aber Alphatechnik in Zusammenhang mit dem TÜV hat den Reifen freigegeben. Hätte dann im Falle eines Versagens des Reifens Alpha Technik und der TÜV die Verantwortung und die Kosten übernommen? Ganz sicher nicht! Der TÜV übernimmt schon mal generell nie irgend eine Verantwortung.
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Warum Reifen freigaben

Beitragvon kruemel0870 » 10.06.2017, 14:54

Solange es kein Richtung weisendes Urteil zu dem Thema Produkthaftung gibt, wird es weiter Kaffeesatz lesen bleiben [emoji6]


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Re: Warum Reifen freigaben

Beitragvon Kajo » 10.06.2017, 16:27

HarrySpar hat geschrieben:...Der TÜV übernimmt schon mal generell nie irgend eine Verantwortung.


Harry, da irrst Du Dich. Auch der TÜV haftet bei einem Gutachten genau wie jeder andere Gutachter auch. Eine mögliche Beweisführung könnte sich dann allerdings als schwierig herausstellen.

Gruß Kajo
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Re: Warum Reifen freigaben

Beitragvon HarrySpar » 10.06.2017, 20:38

Der TÜV sagt einfach, dass der Reifen bei seinen Testfahrten keine Probleme erkennen lies.
Und wenn er jetzt doch Probleme macht, dann konnte man das "damals" eben nicht erkennen.
Harry
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Re: Warum Reifen freigaben

Beitragvon SingleR » 11.06.2017, 00:26

HarrySpar hat geschrieben:Z.B. Kawasaki hat den Reifen nicht freigegeben. Pirelli hat ihn auch nicht freigegeben. Aber Alphatechnik in Zusammenhang mit dem TÜV hat den Reifen freigegeben. Hätte dann im Falle eines Versagens des Reifens Alpha Technik und der TÜV die Verantwortung und die Kosten übernommen? Ganz sicher nicht!

Aber ganz sicher doch! Genau deswegen ist ja das Produkthaftungsgesetz auf den Weg gebracht worden!

Im beschriebenen Produkthaftungsfall wäre also zunächst derjenige in der Verantwortung, der die ABE beantragt hat (bzw. dem sie erteilt wurde). Ebendieser könnte zwar argumentieren, dass die Institution, die die ABE erteilt hat, ein fehlerhaftes Gutachten ausgestellt hat. Die Beweisführung läge aber beim Inhaber der ABE. Wie soll diese Beweisführung aber ablaufen, wenn sowohl Fahrzeug- wie Reifenhersteller schon zuvor keine Freigabe erteilt hatten? ;-)
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Re: Warum Reifen freigaben

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