Der erste Fahrbericht der F900R

Alle Infos rund um die F 900 R und F 900 XR.

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon Langstreckler » 02.05.2020, 17:13

Tanke hat geschrieben:Der 800er Motor ist genau dann sparsamer, wenn er in dem Drehzahlbereich (unteren/mittleren) bewegt wird, in dem er vergleichsweise deutlich weniger Leistung entfaltet, was man unter anderem an der heftigen Drehzahldelle ganz klar erkennen kann.
Ruft man bei beiden Motoren die gleiche Leistung ab, ist der Unterschied wahrscheinlich verschwindend gering.


Eine Drehzahldelle habe ich noch in keinem Diagramm entdeckt. Wahrscheinlich meinst Du ja die berühmt-berüchtigte Drehmomentdelle zwischen 4000 und 5000/min., die mir beim Fahren allerdings noch nie negativ aufgefallen ist.
Deine Erklärung halte ich trotzdem für wenig stichhaltig, da am vorletzten Wochenende – wie oben bereits von mir berichtet – bei einer F750GS (77PS !) im direkten Vergleich mit meiner F800R über 150km ein Mehrverbrauch (laut BC) von 0,7l/100km angezeigt wurde. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass dieses Ergebnis mit deutlichen Unsicherheiten behaftet ist. In der Tendenz dürfte es allerdings stimmen.

Tanke hat geschrieben: Und nochmal @langstreckler: der 900/850er Motor, ist KEIN China-Motor! Es ist ein BMW Motor, der in China lediglich gebaut wird!
Bitte nicht schon wieder irgendwelche Unwahrheiten verbreiten!


Du solltest mir keine Aussage unterstellen, die ich nicht gemacht habe:

Langstreckler hat geschrieben:...
Möglicherweise war es aber in der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Massenhersteller Loncin und aufgrund des vorgegebenen Kostenrahmens einfach nicht darstellbar, einen Motor auf die Beine zu stellen, der technische Maßstäbe setzt, wie beispielsweise ShiftCam.
...


Wie Du siehst, habe ich von Zusammenarbeit gesprochen.
Ein neuer Motor entsteht immer in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen: (Vor-)Entwicklung, Versuch / Erprobung, Einkauf, Zulieferer von Werkstoffen / Komponenten, Teilefertigung, Vor- / Endmontage, Qualitätssicherung….
Im Falle des 900er Motor sitzen die Beteiligten bei BMW in Deutschland sowie bei Loncin und dessen Zulieferern in China. Der Motor mag zwar „Engineered by BMW“ sein, ein wesentlicher - wahrscheinlich der größere - Teil der Wertschöpfung kommt allerdings aus China, was ja nicht per se schlecht sein muss (siehe iPhone). Die Entwickler bei BMW müssen aber die Gegebenheiten bei Loncin berücksichtigen (Simultaneous Engineering!), da sie ja das von ihrem oberen Management vorgegebene Budget einhalten müssen. Deshalb kann man nicht so einfach in der Loncin-Fertigung eine neue Technologie (z.B. ShiftCam) einführen, wenn die dafür benötigten Fertigungseinrichtungen nicht vorhanden sind und deshalb mehrere Millionen Euro (nicht Yuan) investiert werden müssten.

Diese Zwänge haben eben aus meiner Sicht dazu beigetragen, dass hier ein Motor entstanden ist, der sicher ganz ok (mainstream) ist, aber keine technische Leckerbissen aufweist, die für einen sparsamen Motor notwendig sind.

Gruß
Dietmar
Benutzeravatar
Langstreckler
 
Beiträge: 148
Registriert: 30.04.2018, 22:37
Wohnort: Remstal
Motorrad: CB400F, F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon ike » 02.05.2020, 17:19

Hey nidi.

Kauf dir jetzt noch eine f800 und du hast dann eine sparsamere Maschine als deine Jetzige.
"Dass ich noch nie ein sparsameres Motorrad als die F900R hatte." , kann man toppen.
Benutzeravatar
ike
 
Beiträge: 862
Registriert: 10.03.2014, 06:37
Motorrad: F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon nidi » 02.05.2020, 18:05

Danke für den Tip!
Der Verbrauch einer Maschine ist für mich aus technischer Sicht interessant, aber nicht wichtig. Mir scheint, es gibt in diesem Forum aber Leute, denen der Verbrauch wirklich wichtig ist. Das ist legitim, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann. Warum gerade bei einem (aus meiner Sicht) eh schon recht sparsamen Motorrad so über den Verbrauch diskutiert wird versteh ich auch nicht.

Was mich betrifft, werde ich nächstes Jahr sehr wahrscheinlich wieder einen S1000 Motor fahren, der dann sowieso wieder um
1,5 l mehr braucht als die F900. Aber das ist mir wurscht! Und warum?
Weil diese Motoren viel mehr Spass machen. Sie entwickeln in jedem Drehzahlbereich mehr Druck, und da meine ich nicht die Spitzenleistung oben raus - die brauch ich eigentlich nicht (ist aber trotzdem geil) - haben ein enorm breites Drehzahlband (40 km/h im 6. Gang ist kein Problem) und sind trotzdem beim Ansprechverhalten und im Lastwechsel feinfühliger. Das meinte ich, als ich darauf hinwies, dass eine Motorapplikation ein Kompromiss zwischen vielen konträren Eigenschaften ist.
Auch der Quickshifter funktioniert da besser.
Versteht mich nicht falsch: Ich mag die F900R und bin (abgesehen vielleicht vom Gewicht) sehr zufrieden damit.

Gruß nidi
nidi
 
Beiträge: 21
Registriert: 26.01.2020, 22:05
Motorrad: F900R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon Tanke » 02.05.2020, 18:46

ike hat geschrieben:Hey nidi.

Kauf dir jetzt noch eine f800 und du hast dann eine sparsamere Maschine als deine Jetzige.


Warum sollte er? Die 800er ist alt, hässlich, hat weniger Leistung, schlechtes Display und weniger Zubehör,...ausserdem is sie generell einfach scheisse.
Nur weil man damit ein paar Cent auf 100km spart? :roll:
Ich kann nur ne G310 empfehlen! Die ist sogar noch sparsamer als ne olle F800!!! :lol:
Geile Argumente, wa?

Ach verdammt! Ich muss das in den F800 Bereich schreiben, dort wo es keinen Juckt. Hauptsache ich drücke ihnen rein wie schlecht das Bike ist! ;)
Benutzeravatar
Tanke
 
Beiträge: 1076
Registriert: 23.06.2009, 17:39
Wohnort: bad tölz

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon ike » 02.05.2020, 19:27

Hey Tanke.
Schöne Antwort. Du warst aber auch schon mal kreativer.
Es langweilt langsam , da keine wirkliche Aussage in deinem Post steckt.
Benutzeravatar
ike
 
Beiträge: 862
Registriert: 10.03.2014, 06:37
Motorrad: F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon ike » 02.05.2020, 19:47

Tanke hat geschrieben:Ach verdammt! Ich muss das in den F800 Bereich schreiben, dort wo es keinen Juckt. Hauptsache ich drücke ihnen rein wie schlecht das Bike ist! ;)


Gesagt getan und dabei fest gestellt , wie begeistert er am 01.09.2009 von seiner neuen F800 war.
Danke Tanke , du untergräbst deine eigene Glaubwürdigkeit.
Aber ich versteh deine Freude über das neue Spielzeug , dann ist das Alte immer doof und häßlich. Ist bei meiner 5Jährigen Tochter auch so.

Trotzdem ist eine F900R ein optisch schönes Bike.
Fast so schön wie die F800R.
Benutzeravatar
ike
 
Beiträge: 862
Registriert: 10.03.2014, 06:37
Motorrad: F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon yeamon666 » 02.05.2020, 22:33

Gerade die neue MO gekauft und den F900R Fahrbericht grob überflogen.
Die haben sogar einen Testverbrauch von 5,3 L und haben wohl richtig Spass gehabt.
Wenn ich mit Spass fahre komme ich auch auf 5 l. Nächstes Mal versuche ich auch 5,3 l mit noch mehr Spass.
Habe gerade die 1000er Kontrolle hinter mir und werde nun mal die Drehzahl testen.

Es gibt dort auch einen Vergleich zur F800 incl. den schon mal hier irgendwo im Forum gewünschten Leistungskurven.

Zitat:

"Der alte Antrieb der F800 sieht im Vergleich richtig blass aus"

Naja, die F800er hier lieben ja eh nur ihren Verbrauch. Sorry, kleiner Seitenhieb winkG

Auch optisch vergleichen sie beide Motorräder, ich persönlich finde jede auf ihre Art gelungen.

Zur F900R schreiben sie, dass sie viel Spass macht, etwas leichter sein könnte und man auf alle Extras (außer Fahrmodi Pro) getrost verzichten kann. Dann ist das Preis-/Leistungsverhältnis TOP.
Benutzeravatar
yeamon666
 
Beiträge: 81
Registriert: 09.01.2020, 23:32
Wohnort: Kreis Plön
Motorrad: BMW F900R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon Tuebinger » 02.05.2020, 23:42

Gehts denn noch?

plemplem nogo ahh

Bei dem Umgang hier und dem ewig gleichen Durchgekaue der immerselben Themen und Meinungen vergeht mir allmählich die Lust am Forum, schade.

Gruß vom T.

PS. Hab eben meine Ignore-Liste nochmals weiter verlängert, damit sich das Forum (hoffentlich) wieder flüssiger lesen lässt...
Tuebinger
 
Beiträge: 914
Registriert: 12.03.2017, 11:28
Motorrad: F800S

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon talisker » 04.05.2020, 08:03

yeamon666 hat geschrieben:Gerade die neue MO gekauft und den F900R Fahrbericht grob überflogen.
Die haben sogar einen Testverbrauch von 5,3 L und haben wohl richtig Spass gehabt.
Wenn ich mit Spass fahre komme ich auch auf 5 l. Nächstes Mal versuche ich auch 5,3 l mit noch mehr Spass.
Habe gerade die 1000er Kontrolle hinter mir und werde nun mal die Drehzahl testen.

Es gibt dort auch einen Vergleich zur F800 incl. den schon mal hier irgendwo im Forum gewünschten Leistungskurven.

Zitat:

"Der alte Antrieb der F800 sieht im Vergleich richtig blass aus"

Naja, die F800er hier lieben ja eh nur ihren Verbrauch. Sorry, kleiner Seitenhieb winkG

Auch optisch vergleichen sie beide Motorräder, ich persönlich finde jede auf ihre Art gelungen.

Zur F900R schreiben sie, dass sie viel Spass macht, etwas leichter sein könnte und man auf alle Extras (außer Fahrmodi Pro) getrost verzichten kann. Dann ist das Preis-/Leistungsverhältnis TOP.


Der Bericht im MO deckt sich sehr genau mit meinen Erfahrungen, besonderst was das Fahrwerk betrifft. Wäre sie ein wenig leichter hätte sie eine 1 Bekommen, so halt eine 1 - 2
und beim Motor steht sogar drin die KTM 790 ist zwar spritziger, aber auch rappeliger und hat Konstantfahrruckeln, was dem F900 Motor völlig fremd ist ThumbUP
talisker
 
Beiträge: 76
Registriert: 30.01.2020, 15:48
Motorrad: F900XR

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon yeamon666 » 04.05.2020, 20:23

Ja, den Bericht in der MO kann ich auch genau so unterschreiben.

Ich muß mich nur noch daran gewöhnen jetzt schneller durch die Kurven zu fahren, da bin ich noch im Enduromodus.
Aber Spaß ohne Ende.
Benutzeravatar
yeamon666
 
Beiträge: 81
Registriert: 09.01.2020, 23:32
Wohnort: Kreis Plön
Motorrad: BMW F900R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon Langstreckler » 06.05.2020, 21:54

Ich konnte mir heute bei meinem Freundlichen nach der F900XR jetzt auch die F900R für eine 1 stündige Probefahrt ausleihen. Hat Spaß gemacht!

Im Vergleich zu meiner 800er sitzt man etwas näher zum Vorderrad orientiert, und die Fußrasten sind auch weiter vorne. Insgesamt scheint mir die Sitzposition etwas aktiver zu sein. Die Maschine finde ich sogar etwas handlicher als meine, trotz ca. 10kg mehr Masse. Das Fahrgefühl war sofort vertrauenserweckend, der Motor zieht prima durch, und das Display ist natürlich ein Hingucker. Und wenn ich mich auf die Extras beschränken würde, die ich mir bei meiner F800R gegönnt habe, ist die F900R sogar etwas günstiger.

Die Sitzbank ist vor allem im hinteren Bereich für meinen Geschmack etwas spartanisch ausgefallen, deshalb ist die F800R für Soziusbetrieb aus meiner Sicht besser geeignet. Das gilt auch für den um 2 Liter kleineren Tank, der in Verbindung mit dem höheren Verbrauch bei Touren öfter zum Anhalten zwingt.

Da ich jetzt beide 900er Probe gefahren bin, muss ich sagen, dass ich 2600 € Mehrpreis (fast 30%!) für die XR kaum zu rechtfertigen finde.

Wenn ich nicht schon eine tolle Maschine hätte, würde ich deshalb zur F900R tendieren und gegebenenfalls den fehlenden Windschutz und eine bessere Sitzbank über den Zubehörmarkt nachrüsten.

Gruß
Dietmar
Benutzeravatar
Langstreckler
 
Beiträge: 148
Registriert: 30.04.2018, 22:37
Wohnort: Remstal
Motorrad: CB400F, F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon Langstreckler » 07.05.2020, 12:38

Eine interessante Beobachtung hatte ich noch vergessen zu erwähnen:
Beim langsamen Fahren in den Dörfern (50 km/h, 30er Zone) mit weniger als 2000/min. läuft der 900er Motor deutlich rauer und unwilliger, insbesondere wenn man dann aus dem Drehzahlkeller sanft zu beschleunigen versucht.

Ich denke, dieser Effekt ist den unsymmetrischen Zündabständen (450° - 270° - 450° - …) geschuldet. Der für mich schönere Sound bringt wohl in diesem Punkt einen kleinen Nachteil.

Gruß
Dietmar
Zuletzt geändert von Langstreckler am 07.05.2020, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Langstreckler
 
Beiträge: 148
Registriert: 30.04.2018, 22:37
Wohnort: Remstal
Motorrad: CB400F, F800R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon MadDog » 07.05.2020, 17:37

Ja stimmt, das empfand ich auch so.
Daher sehe ich wenig Sinn darin, nur für die Coolness und den angeblich emotionaleren Sound eine unrundere Zündfolge zu konstruieren.
Gruß, Peter ...ʎɐqǝ ıǝq ɹnʇɐʇsɐʇ ǝuıǝ ɹǝpǝıʍ ǝıu ǝɟnɐʞ ɥɔı´uuɐɯ ɥo
MadDog
 
Beiträge: 178
Registriert: 18.02.2020, 10:03
Motorrad: GSX-R 750

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon yeamon666 » 06.06.2020, 15:38

Nach knapp 1500km hier mein Update zum Verbrauch der F900R

Im März >5l (denke immer noch, das "Winterbenzin" hat einen Anteil daran)
Im April 4,7 l
Im Mai 4,4 l
heute 4,1l (80 km Tour in der Stadt und Landstraße)

Viel verändert habe ich am Fahrstil nicht. Beschleunige immer noch gerne. Aber ich fahre i.d.R inzwischen länger höhere Gänge, das spart dann wohl ne Menge.

Heute beim Händler sagte der Verkäufer, das alle bisherigen Käufer extrem zufrieden sind und die Verkäufe/Bestellungen weiterhin hoch sind. ThumbUP

Kay
Benutzeravatar
yeamon666
 
Beiträge: 81
Registriert: 09.01.2020, 23:32
Wohnort: Kreis Plön
Motorrad: BMW F900R

Re: Der erste Fahrbericht der F900R

Beitragvon 815-mike » 07.06.2020, 00:37

Der technische Vorteil des Hubzapfenversatzes von 90 Grad beim Reihen-2-Zylinder ist der bessere Massenausgleich in Verbindung mit den 2 Ausgleichswellen, die dabei nur mit Kurbelwellendrehzahl laufen. Das ist mit 180 oder 360 Grad Versatz nicht so einfach (und preiswert...) zu erreichen.
Klanglich finde ich Gleichläufer schöner, weiß aber nicht, ob es dazu wirklich mal Marketinguntersuchungen gab...
mike
815-mike
 
Beiträge: 617
Registriert: 01.09.2009, 18:00

VorherigeNächste

Zurück zu F 900 R - F 900 XR - Allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste