Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

F 750 GS - F 850 GS - Ab Modelljahr 2018 - Freigaben, Erfahrungen zu den Reifen für diese Modelle.

Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon OSM62 » 25.11.2019, 19:50

Im Januar habe ich den Conti TrailAttack 3 schon in Spanien einem Vergleichstest mit Michelin Anakee Adventure und Bridgestone A41 G unterziehen können:
http://www.bmw-motorrad-portal.de/endur ... e-michelin
Aber wie schon sonst angemerkt geht nichts über den Test von Reifen auf der eigenen Maschine, fehlt mir in Spanien doch die Möglichkeit die Highspeed-Tests (Geradeaus und in Kurven) auf "meiner" Teststrecke zu fahren.
Nach dem Bridgestone A 41 G und dem Dunlop Trailmax Meridian war jetzt der Conti TrailAttack 3 an der Reihe:

Bild

Losfahren mit den Conti TrailAttack 3 und die ersten Kurven liefern schon die ersten wichtigen Eindrücke, erstens rollt er weicher mit mehr Eigendämpfung ab und geht eine Spur handlicher, aber immer noch absolut neutral um die Ecken.
Und wie immer geht es zum einrollen und eingewöhnen über den Schladernring, nur das die Straßen heute, besonders an den beschatteten Abschnitten, feucht und sonst schon einen Grauschleier vom ersten Salz haben. In den feuchten Bereichen solange nicht auch noch Dreck auf der Straße liegt halte ich fast so rein wie auf trockener Straße so viel Vertauen vermittelt der Conti da.
Aber es gibt auch schöne trockene Kurven und je weiter ich der Autobahn nahe komme umso trockener wird die Straße. Beim ersten Durchgang durch meine schnellen Kurven macht der Conti auch bei den zackigen Schräglagenwechsel durch sein leichtfüßiges Einlenkverhalten wieder beliebt.
Dann auf der Autobahn GAS wo es geht. Ein paar mal kommt oben (halt schon V/max erreicht) nichts mehr und auch durch die bei dieser Geschwindigkeit (225 km/h -Tacho) leider nur noch leichten Kurven sicher und tadellos geradeaus. Das probe weise volle ankern in die Ausfahrt erfolgt spurtreu, eine langgezogene Kurve, bergab in die nächste Ortschaft mit richtig Schräglage zünftig angebremst auch neutral ohne Aufstellneigung.

Bild

Nach dem Kaffee am Treff dann wieder zurück Richtung Heimat. Die Straßen werden trockener und auf dem Rückweg werden die schnellen Kurven wieder mit eingebaut. Und hier dann Zeigt die R 1250 GS Adventure den gleichen Effekt wie bei den vorher getesteten Dunlop Meridian, nach 3-4 Kilometern mit voller Schräglage auf beiden Seiten bei 170 km/h und schneller schlägt die Traktionskontrolle wieder zu und bremst mich ein, obwohl hier mehr geht und die Haftgrenze der Reifen lange nicht erreicht ist.
Habe mich nun kundig gemacht, betreffs dieses Problems, die BMW R 1250 GS hat wohl eine zu enge Toleranz was die Abrollumfänge in Schräglage betrifft. Bei dem Speed in Schräglage weichen die vorgegebenen Umfänge wohl zu stark von dem Ist-Zustand der Contis ab, das die Traktionskontrolle meint da würde was durch drehen. Werde das Thema im Auge behalten und bei BMW mal ansprechen.

Zu Hause dann der kontrollierende Blick. Hier der hintere CTA 3:

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Und hier der vordere CTA 3:

Bild

Am nächsten Tag noch eine Runde, die Straßen sind meistens nasser und es ist ein wenig kühler. Aber trotzdem sind die schnellen Kurven trocken und es kristallisiert sich ein Unterschied zwischen Dunlop A41 G/Dunlop Trailmax Meridian und dem Conti TrailAttack 3 raus. Das was der Conti handlicher und komfortabler ist, macht ihn auch oben rum ein wenig weicher, das heißt in dem Bereich wo in voller Schräglage bei Dunlop und Conti ab 170/180 km/h die Traktionskontrolle zuschlägt, fängt der Conti leicht an zu wanken, Dunlop und Bridgestone gehen da mit stoischer Gelassenheit durch, die ich auf meiner K 1600 GT vorher bei keinem Reifen hatte.
Auf dem weiteren Rückweg werde ich denn von den Conti TrailAttack 3 darauf hin gewiesen, das auch Sie bei Nässe und Dreck keine Wunder vollbringen können. Bei einem Spurwechsel mit guter Schräglage bei ca. 140 km/h musste ich gut kontrollierbar einen Leistungsdrift abfangen bis dann die Traktionskontrolle den Rest erledigte.
Und da war da noch das Stück kurvenreiche Landstraße mit tiefen Längsfräsungen die mich mit jeden anderen gefahrenen Reifen auf K 1600 GT und S 1000 R immer nervös machte, weil es undefinierte Unruhe in die Lenkung brachte. Mit den CTA 3 auf der R 1250 GSA fährt man darüber als wenn da nichts wäre, geil.

Der Conti TrailAttack 3 ist nicht umsonst jetzt schon so oft montiert, schaut man sich auf dem Motorradtreff die auf Enduros montierten Reifen an. Leichtere Handlichkeit, besserer Komfort und keine vernehmbaren Abrollgeräusche (die macht der Dunlop auch nicht) sind der kleine Unterschied gegenüber den anderen schon getesteten Reifen von Bridgestone und Dunlop.

Noch mehr Bilder vom Test mit dem Conti TrailAttack 3 habe ich hier:
http://www.bmw-motorrad-bilder.de/mb/thumbnails.php?album=223&page=11
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Andreas vwWe » 25.11.2019, 20:58

Hallo zusammen,

im Sommer schrieb ich nach etwa 2.000 km mit dem CTA3 auf der 12er LC Folgendes im GS-Forum:

"Ich bin durch die Eifel, den Hunsrück, die Pfalz, die Vogesen, dass Jura und die Westalpen bis ins Zentralmassiv gefahren. Außer den 26 km Autobahn in der Burgunder Pforte bin ich ausschließlich auf Landstraßen, in der Regel auf kleineren und kurvigen oder sehr kurvigen unterwegs gewesen. Mit dabei waren die waren diverse Alpenpässe: Aravis, Iseran, Telegraph, Galibier. Ich fahre alleine, recht flott, aber nicht immer mit dem Messer zwischen den Zähnen, habe aber die beiden Vario Koffer voll und den Tankrucksack vor mir.

Der Reifen hat mich vollends überzeugt: Bei Trockenheit Grip ohne Ende, mehr als der PST2, das Kratzen der Rasten bei LeanIn ist nicht das Ende der Haftung. Lenkt leicht ein ohne nervös zu sein, das Handling ist hervorragend. Starken Regen hatte ich noch nicht, aber die Eifel hielt einige nasse Passagen bereit; zu diesem Zeitpunkt war der Reifen erst 150 km alt, wir kannten uns noch nicht so gut; ich habe ihn sicher nicht ausgereizt; er kommt auf jeden Fall an den Michelin Trail 5 heran."

Der Reifen hat dann tatsächlich 5.500 km gehalten; gefahren bin ich ihn noch 1.000 km mehr, weil ich keinen Service gefunden habe, der auf die Schnelle einen neuen Socken hätte aufziehen können. Aber auch hinten völlig fertig war der Reifen noch sehr gut fahrbar, vor allem lenkte er bis zum Schluss sauber ein und selbst die Nassperformance ließ nicht zu wünschen übrig.

Für unsere Sardinien-Korsika-Tour im April auf der 12,5er GS liegt bereits ein neuer Satz bereit ...

Gruß

Andreas
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Andreas vwWe » 25.11.2019, 21:05

So sah mein Hinterreifen zum Schluss nach 6.500 km aus ...
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Andreas vwWe » 25.11.2019, 21:08

Um den Kommentar vorweg zu nehmen: Für Harry wäre er gerade gut eingefahren gewesen :D

Gruß

Andreas
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Steff798R » 26.11.2019, 11:36

Andreas vwWe hat geschrieben:So sah mein Hinterreifen zum Schluss nach 6.500 km aus ...



Der sieht wirklich artgerecht bewegt aus ThumbUP scratch
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Andreas vwWe » 26.11.2019, 13:55

Hat Spaß gemacht ;-)

Gruß

Andreas
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Re: Test 11/2019 - Conti TrailAttack 3

Beitragvon Smaily01 » 26.11.2019, 20:16

artgerecht bewegt ist das Wort was mir nicht gleich eingefallen war als ich den Reifen sah, aber trifft es auf den Punkt.
Sieht man so.. selten, Hut ab....
Klaus
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