Frage an die Elektriker

Die Technik zur F800R - F 800 R.

Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 09:15

Ich habe an meiner F8R seitlich eine Steckdose .
Kann ich über diese Steckdose mit einem Ladegerät die Batterie aufladen
oder muß eine Steckdose zum Aufladen direkt an die Batterie angeschlossen werden ?
Das Ladegerät habe ich mal vor Jahren bei Louis gekauft - kein Hightech-Gerät.
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon HarrySpar » 13.10.2020, 09:50

Also ich würde mich erst mal erkundigen, bis zu welcher Amperezahl diese Steckdose gemacht ist.
Wenn dann der Ladestrom deines Ladegeräts nicht höher als die Amperezahl der Steckdose ist, würde ich es einfach ausprobieren.
Also Ladegerät in die Steckdose anschließen und direkt an der Batterie die Spannung messen. Wenn die langsam steigt, wird eindeutig geladen und es funktioniert.
Harry
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 10:00

Die Steckdose an meiner F8R ist eine ab Werk.
Und mit dem Ladegerät habe ich immer die ausgebauten Batterien im Winter ab und zu aufgeladen.
Da muß ich mich mal schlau machen.
( ich kann viel, aber beim Thema Elektrik bin ich ein Dummy ) :oops:
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Gante » 13.10.2020, 10:13

Die ab Werk verbaute Steckdose kann problemlos zum Laden verwendet werden (nutze ich selbst dazu, so wie viele andere hier auch). Was da als mögliche Hürde immer herum geistert, ist die "CAN-Bus-Tauglichkeit" des Ladegeräts. Wobei hier viele davon berichten, dass ihr 08/15-Ladegerät problemlos funktioniert, zum Teil ergänzt um die Varianten, ob der Ladevorgang bei eingeschalteter oder ausgeschalteter Zündung begonnen wird. So ganz klar scheint das Verhalten diesbezüglich aber nicht zu sein.
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Langstreckler » 13.10.2020, 10:39

Gante hat geschrieben:Die ab Werk verbaute Steckdose kann problemlos zum Laden verwendet werden (nutze ich selbst dazu, so wie viele andere hier auch). Was da als mögliche Hürde immer herum geistert, ist die "CAN-Bus-Tauglichkeit" des Ladegeräts.
...

Das kann ich bestätigen. Ich lade meine Batterie über den Winter auch ein Mal über diese Steckdose nach. - Allerdings mit einem CAN-Bus tauglichen Ladegerät, das den CAN-Bus aktiviert und so die Verbindung zwischen Steckdose und Batterie herstellt.
Mit einem alten Ladegerät muss man wohl vor dem Einstecken des Ladegeräts die Zündung einschalten um den CAN-Bus “aufzuwecken” und dann unmittelbar nach “Zündung aus”, solange die Dose noch aktiviert ist, das Ladegerät einstecken.

Gruß
Dietmar
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 10:52

Langstreckler hat geschrieben:
Gante hat geschrieben:Die ab Werk verbaute Steckdose kann problemlos zum Laden verwendet werden (nutze ich selbst dazu, so wie viele andere hier auch). Was da als mögliche Hürde immer herum geistert, ist die "CAN-Bus-Tauglichkeit" des Ladegeräts.
...

Das kann ich bestätigen. Ich lade meine Batterie über den Winter auch ein Mal über diese Steckdose nach. - Allerdings mit einem CAN-Bus tauglichen Ladegerät, das den CAN-Bus aktiviert und so die Verbindung zwischen Steckdose und Batterie herstellt.
Mit einem alten Ladegerät muss man wohl vor dem Einstecken des Ladegeräts die Zündung einschalten um den CAN-Bus “aufzuwecken” und dann unmittelbar nach “Zündung aus”, solange die Dose noch aktiviert ist, das Ladegerät einstecken.

Gruß
Dietmar


Ich werde mal mein altes Ladegerät anschließen und wie du sagst, vorher Zündung ein und ausschalten.
Wenn es nicht klappt, werde ich mir ein CAN-Bus taugliches Ladegerät zulegen.
Gibt es eine preisgünstige Empfehlung ?
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Joe » 13.10.2020, 12:27

Ich geb auch noch meinen Senf dazu.
Mein Ladegerät kann angeblich CanBus. Allerdings geht das mit unserer Steckdose nicht. Mmmhhh.
Das Ladegerät hat aber einen SAE Stecker dran. Dann hab ich mir für die F einen für 9€ gekauft und an die Batterie geklemmt und vorne rausgeführt. So dass er nur kurz raussteht. Da lade ich jetzt drüber und ist kaum zu sehen. Funktioniert
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 13:02

Ich kann mein Ladegerät nur mit einem Adapter an die Bordsteckdose anschließen.
Das Laderät hat noch diesen Universalstecker oder die beiden Klemmzangen.
Ich habe wegen dem wackeligen Cockpit Streben von Wunderlich montiert.
Da besteht die Möglichkeit Steckdosen zu montieren.
Ich könnte ein Ladekabel vom Cockpit direkt an die Batterie anschließen.
Aber erst probiere ich die Bordsteckdose aus.
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Eckart » 13.10.2020, 15:08

HarrySpar hat geschrieben:Also ich würde mich erst mal erkundigen, bis zu welcher Amperezahl diese Steckdose gemacht ist.
Wenn dann der Ladestrom deines Ladegeräts nicht höher als die Amperezahl der Steckdose ist,
Die BMW-Motorrad-Steckdosen sind üblicherweise für 5 A ausgelegt und entsprechend abgesichert. Der Ladestrom eines Ladegeräts für Motorradbatterien ist deutlich niedriger, sodass man sich keine Sorgen machen muss.

Die Faustregel für den Ladestrom beim Normalladen eines Akkus lautet: Strom in A = Kapazität in Ah / 10, für 14 Ah also 1,4 A

Reiner52 hat geschrieben:vor Jahren bei Louis gekauft - kein Hightech-Gerät
Das ist leider keine sehr genaue Beschreibung, aber normalerweise steht eine Bezeichnung und weitere technische Daten drauf ?!

Wer eine Steckdose direkt an die Batterie anschließt, sollte unbedingt für eine Absicherung sorgen, damit im Fehlerfall das Motorrad nicht abbrennt.

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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Joe » 13.10.2020, 16:06

Eckart hat geschrieben:Wer eine Steckdose direkt an die Batterie anschließt, sollte unbedingt für eine Absicherung sorgen, damit im Fehlerfall das Motorrad nicht abbrennt.

Eckart

Die Ladegeräte haben einen elektronischen Schutz eingebaut. Zudem reicht deren Leistung und die Kabelquetschnitte nicht für einen geoßen Kurzschluss aus. Da fackelt eher das Gerät ab.
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon HarrySpar » 13.10.2020, 16:56

Eckart meinte ja jetzt den Anschluss einer Steckdose als solche. Jetzt unabhängig, ob die auch für ein Ladegerät hergenommen wird.
Mei, ich würde das vielleicht einfach recht "wild" machen und den möglichen Stromfluss einfach durch den Leiterquerschnitt begrenzen.
Nimmt man halt einfach nur ein 0,5mm2 Kabel. Das begrenzt den möglichen Strom schon von allein. :D
Im Falle des Falles schmilzt das dann halt durch. Recht viel mehr passiert da dann auch nicht. ;-)
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 17:35

Eckart hat geschrieben:Wer eine Steckdose direkt an die Batterie anschließt, sollte unbedingt für eine Absicherung sorgen, damit im Fehlerfall das Motorrad nicht abbrennt.Eckart


Guter Tipp ! ThumbUP
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Eckart » 13.10.2020, 17:42

HarrySpar hat geschrieben:Nimmt man halt einfach nur ein 0,5mm2 Kabel. Das begrenzt den möglichen Strom schon von allein. :D
Im Falle des Falles schmilzt das dann halt durch. Recht viel mehr passiert da dann auch nicht. ;-)

Ich weiß nicht, wie ";-)" gemeint war, aber ehe irgend jemand das falsch versteht:
"schmilzt das dann halt durch" bedeutet, dass der Draht zum Glühen kommt und ähnlich wie ein Grillanzünder das ganze Fahrzeug entflammen kann. Wieviel dann passiert, ist Glückssache: https://www.f650.de/forum/index.php?thr ... post381892
Ich denke "Frage an die Elektriker" adressiert sich auch an andere Fachleute wie mich als Ingenieur, die nicht wagen werden, so leichtsinnige Ratschläge zu geben. Die Sicherung ist die Sollbruchstelle, die sich an geschützter Stelle auftrennt, bevor Schlimmeres passiert.
Apropos Sicherung: Der VerSicherung wird ihre Leistung womöglich zurückhalten, wenn der Schaden durch unsachgemäße Arbeiten verursacht wurde.
Auf die Sicherung kann und wird man dann verzichten, wenn der Leitungsquerschnitt so groß bemessen ist, dass der Kurzschlussstrom dauerhaft verkraftet wird wie auf den Leitungen zum Anlasser oder einem Anschluss für die Starthilfe (wofür sich eine normale Bordsteckdose nicht eignet).

Der Leitungsabschnitt zwischen Sicherung und Batterie sollte möglichst kurz und besonders gegen Kurzschluss gesichert sein.
Ein Restrisiko gibt es aber immer.

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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Reiner52 » 13.10.2020, 17:53

Das steht auf meinem Ladegerät .
IMG_2181.JPG
Gruß Reiner
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Re: Frage an die Elektriker

Beitragvon Langstreckler » 13.10.2020, 18:09

Reiner52 hat geschrieben:...
Wenn es nicht klappt, werde ich mir ein CAN-Bus taugliches Ladegerät zulegen.
Gibt es eine preisgünstige Empfehlung ?


Ich habe mir vor 3 Jahren für 72.50 € das Optimate 4 Ladegerät gekauft und bin sehr zufrieden.
- Es ist CAN-Bus kompatibel, kann aber auch zum Laden direkt an der Batterie genutzt werden, was ich bei meiner Honda nutze.
- Eignet sich für fast alle Batteriearten, außer Li-Ion.
- Hat Batterierettungs- (Entsulfatierungs-) und Erhaltungsfunktion.

Bevor Du eine Ladesteckdose direkt am Cockpit anschließt, würde ich mir ein Bikestart Starthilfe Set zulegen (https://www.wunderlich.de/shop/de/bikestart-starthilfe-set-23940-100-1.html), mit dem Du Dich, falls Du mal mit leerer Batterie irgendwo liegen bleibst, einfach an der nächstgelegenen Auto- oder Motorradbatterie anklemmen kannst. – Da lob‘ ich mir den Kickstarter meiner Honda!

Ich habe das bei mir installiert und muss nur die Sitzbank abnehmen, um an Buchse und Starthilfekabel ranzukommen. Daran kannst Du natürlich auch ein Ladegerät anschließen. Beim Verlegen der Kabel musst Du selbstverständlich darauf achten, dass nichts scheuert, da über diese Kabel max. 90 A fließen können. Die von Eckart angemahnte Vorsicht ist auch hier angebracht…



Gruß
Dietmar
Dateianhänge
Starthilfe_Buchse_compressed.JPG
Anschlussbuchse, direkt an Batterie angeklemmt, unter der Sitzbank
Starthilfe_Anschlusskabel_compressed.JPG
Anschlussstecker mit Kabel, ebenfalls unter Sitzbank
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