Anlasser geht nicht, dann doch

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Re: Anlasser geht nicht, dann doch

Beitragvon HarrySpar » 09.10.2020, 09:30

Hmmmmmm, würde mich mal brennend interessieren, wie diese "fertigen" LiFePOs innen ausschauen und was für eine Balancerelektronik da drin eingebaut ist. Oder ist da vielleicht gar keine drin?
Also ich lade meine vier Headways jedes zweite Jahr kurz vor der Saison bis zur Ladeschlussspannung (3,65V). Dazu schließe ich die Vier von Serie auf Parallel um. Siehe oben mein Bild.
Ansonsten mache ich damit rein gar nix. Habe auch keine Balancerschaltung da drangebaut.
Scheint vielleicht besser zu sein als die Balancerelektronik, die diese "Fertigen" haben. (Oder haben sollten ;-) )
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Re: Anlasser geht nicht, dann doch

Beitragvon inmado » 09.10.2020, 10:26

@Eckhard: Ich wollte schreiben: "Lithium-Batterien! Funktionieren wie ein Handy-Akku". Sorry für die etwas laxe Ausdrucksweise. Ich wollte nur andeuten, dass diese Batterien keine Bleiplatten mehr haben und das Funktionsprinzip eben eher dem von Hand-, Pedelec- oder eben E-Auto-Akkus gleicht.

@HarrySpar: Diese Lithium-Starterbatterien sehen ähnlich aus wie herkömmliche. Sie sind nur etwas kleiner, haben eine geringere Höhe. Dafür sind auch "Abstandshalter" dabei, damit Du sie so einbauen kannst, wie die herkömmliche. Allerdings sind sie echte Leichtgewichte und habe nur etwa 20% des Gewichts eines herkömmlichen Blei-Akkus. An der Batterie ist sogar ein Knopf für die Anzeige des Ladezustands. Und es gibt diese Batterien auch in einer "Connect Version", die Dir per Bluetooth auf dem Handy den Ladezustand anzeigen kann. Kostet natürlich. Wer's braucht. Die "normale" (ohne Connect) gabe es für 99 Euro, nur 20 Euro teurer als eine Gel-Batterie.

Ansehen kannst Du Dir ein Beispiel hier: https://www.polo-motorrad.com/de-de/shi ... 00420.html

Ich habe kurz ge-google-t und mich dann doch für den herkömmlichen Akku entschieden. Dem Gewichtsvorteil stehen auch einige Nachteile gegenüber:

- man benötigt zu Laden ein passendes Ladegerät.
- Die Lithium-Akkus sollen noch empfindlicher auf Kälte reagieren als herkömmliche Akkus.

Mir ist auch nicht ganz klar, ob die Ladeelektronik meiner BMW zu einer solches Lithium-Batterie passen würde.
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Re: Anlasser geht nicht, dann doch

Beitragvon Eckart » 09.10.2020, 11:38

inmado hat geschrieben:Mir ist auch nicht ganz klar, ob die Ladeelektronik meiner BMW zu einer solches Lithium-Batterie passen würde.

"Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten" - das heißt in diesem Fall, dass die in der Lithium-Batterie intergrierte Elektronik dafür sorgt, dass es passt - von Polo vorrnehmer ausgedrückt mit "integriertes elektronisches Batterie-Management-System (BMS)". An Harrys Beispiel siehst Du ja, dass es grundsätzlich geht.

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Re: Anlasser geht nicht, dann doch

Beitragvon HarrySpar » 09.10.2020, 11:43

Wie diese "fertigen" LiFePOs ausschauen, weiß ich schon.
Diese LiFePOs kannst mit jedem 0815 Ladegerät für 19,99€ laden. Und auch die LiMa und der Regler passen zu den LiFePOs. Weil die eigentlich auch nie über 14,6V drüber hinaus laden. Mach ich ja auch so, mit einem Ladegerät von 1990 für knapp 20 Mark. Aber nur jedes zweite Jahr unmittelbar vor der Saison.
Aufpassen sollte man höchstens auf die Ladeschlussspannung (3,65V pro Zelle, also insgesamt dann 14,6V).
Kann man ja mit jedem Voltmeter prüfen. Einfach bei 14,6V stoppen. Und selbst wenn, bei 14,8V wird der Akku sicher noch nicht Schaden nehmen. Geht er halt vielleicht statt 14 Jahre nur 11 Jahre.

Wenn ich die jedes zweite Jahr ca. im März parallel schalte, dann sind es praktisch 32Ah. Viermal 8Ah.
Und rein bekomme ich da dann grad mal eine bis drei Amperestunden.
Also sind die vier Zellen nach der Winterpause noch fast ganz voll. Und großartig auseinandergedriftet können sie ja dann nach den letzten zwei Jahren Betrieb auch nicht sein. Wenn sie fast ganz voll sind. Mehr als "voll" geht ja nicht.
Wahrscheinlich würde es bei mir auch alle drei oder vier Jahre reichen, dass ich das mit dem Parallel Schalten und Vollladen mache. Aber mir machts ja auch etwas Spaß.
Harry

Anbei meine letzten drei Ladekurven. Immer bis zur Ladeschlussspannung 3,65V. Beim Laden bleibt die Akkuspannung lange Zeit ziemlich konstant. Erst am Ende steigt sie dann sehr schnell bis zu den 3,65V. Beim Entladen ist das Verhalten genauso.
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