BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Alles was noch mit der F800S + F800ST + F800GT + F800GS und der F800R zu tun hat.

Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon MadDog » 29.08.2020, 22:39

Außer Tanke hat hier quasi keiner kapiert, dass jetzt mal was neues Innovatives auf den Markt kommt, das man vielleicht auch mal mit offenen Armen aufnehmen sollte.
Aber nein, nur Gemecker.
Ist ja unterirdisch.
Wenn sich herausstellt, dass das Ding nichts taugt, dann kann man ja immer noch Dampf ablassen.
Aber schon vorher?
Wenn es nach Euch Nörglern ginge, dann hätten wir keine LEDs, keine ABS, kein Handy, keinen Farbfernseher und kein Navi, weil es ja früher auch ohne ging.

Ein Kettenöler ist doch nur eine Krücke, die zwar, wenn man Glück hat, ihren Dienst erfüllt aber auch Geld und Anbauaufwand erfordert.
Warum gibt es eigentlich keine Öler ab Werk, perfekt integriert?
Statt dessen 500 Fragen, wo man den Behälter hinbauen soll.

Ein Zahnriemen für Mopeds zwischen 160 und 200 PS, die fast 300km/h laufen?
Tja, warum gibt es den wohl noch nicht?
Ein lieber Harry, der mit 2,9 Liter auf 100km durch die Gegend saust, ist da wohl kein Maßstab.

Die Lebensdauer von 20k lässt sich sicherlich durch gelegentliche Pflege erweitern. Auch ein toller Kardan braucht Zuwendung, die bekommt er nur nicht vom Fahrer sondern im Zuge einer Inspektion von der Werkstatt, daher merkt das kaum jemand.

Nee Leute, ich finde es einen guten Ansatz, dass sich ein Motorradhersteller (wohlgemerkt nicht mal ein KETTENhersteller) ab Werk des leidigen Themas Kettenpflege annimmt und möglicherweise eine Lösung anbietet, die in 10 Jahre für alle total normal ist.

Also macht doch bitte nicht alles Neue gleich mies, zumal es auch von unserer Marke kommt.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon SingleR » 30.08.2020, 01:06

MadDog hat geschrieben:Außer Tanke hat hier quasi keiner kapiert, dass jetzt mal was neues Innovatives auf den Markt kommt, das man vielleicht auch mal mit offenen Armen aufnehmen sollte.

Hast Du meine Beiträge nicht gelesen? ;-) Es ist doch völlig klar, dass ein neues System am Anfang auch Fragen aufwirft, zumal es aktuell ja "nur" eine Werbebotschaft von BMW und einen Kurzbericht einer Motorradzeitschrift gibt.

Das System muss sich in der Praxis bewähren, wie viele andere Innovationen auch. Also mal abwarten und sehen, was kommt. Ein Aufpreis von EUR 100 ab Werk ist schon gut kalkuliert und sicher attaktiv genug, um das mal auszuorobieren. Nur ist das so lange graue Theorie, wie man sich kein neues Motorrad (bzw. aktuell keine S1000R/RR) zulegen möchte. Wer also mit seinem Bike absolut zufrieden ist, wird auf Nachrüstmöglichkeiten warten müssen. Und das sicher ziemlich lange, weil davon auszugehen ist, dass die neue Kettentechnologie zwar bei den aktuellen Modellreihen sukzessive eingeführt wird, man aber durchaus Zweifel anmelden darf, ob BMW auch für nicht mehr produzierte Modelle ein entsprechendes Angebot im ET-Katalog bereit halten wird.

Wie schon zuvor geschrieben: ich habe, das Thema "Kettenpflege / -schmierung" betreffend, so ziemlich alles "durch". Die neue Kette würde ich mir sicher, sofern für meine F8R verfügbar, bei einem moderaten Aufpreis mal kaufen. Aber ganz sicher nicht am BMW-Teiletresen zu "BMW- Preisen", so lange BMW das Vertriebsmonopol hat (und so lange Standardkettensätze im freien Handel zu i.d.R. günstigeren Konditionen als bei BMW erhältlich sind).

Ob die neue Kettentechnologie in 10 Jahren gang und gäbe sein wird, wissen wir noch nicht. Es hängt davon ab, was BMW mit Regina bzgl. des Exclusivvertriebs vereinbart hat. Und natürlich davon, inwieweit man sich die Technologie überhaupt schützen lassen kann, damit nicht andere Kettenhersteller ähnliche Systeme auf den Markt bringen.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon MadDog » 30.08.2020, 01:52

Ja klar habe ich Deinen Beitrag gelesen.
Und ja klar verstehe ich auch Deine Kritikpunkte.
Ich finde es nur einfach doof, wie hier im Forum erstmal mit einer Innovation umgegangen wird.

Es ist doch letzten Endes scheißegal, was die Nachrüstung anbelangt oder wie viel das kosten mag oder ob das überhaupt für jede Maschine geht.
Natürlich passt das nicht für jedes Modell ab sofort. Schreiben Sie ja auch!
Es betritt etwas Neues auf dem Markt, und das finde ich durchaus unterstützenswert.
Zumindest, solange es nicht Schrott ist für viel Geld.

Und das werden wir sehen.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon Eike » 30.08.2020, 08:45

Das ist schon eine schöne Sache. Das Sprühen ist zwar für Wenigfahrer kein Problem, aber es ist ja trotzdem hintern immer das ganze Rad ölig. Preis muß man mal abwarten, wird sicher sinken. Glaube auch nicht, daß BMW das lange exklusiv hat. Für die paar BMW mit Kette hätte sich wohl die Entwicklung nicht gelohnt.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon HarrySpar » 30.08.2020, 09:47

Tanke hat geschrieben:
Und ich kenne welche, bei denen war die Kette nach 5-10k km hinüber, mit Pflege.

Tja, die dauernde Pflegerei bringt mehr Schaden als Nutzen. Sag ich ja schon seit Jahrzehnten. :)
Spaß beiseite - was weiß ich, was das für Schrottketten waren. Oder arge Beanspruchungen.
Ich lese im Schnitt Lebensdauern von Ketten von 25000 bis 35000km.
Und für diese teure Wunderkette geben sie jetzt 20000km an. Also was soll das?
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon MadDog » 30.08.2020, 09:51

Müssen sie wohl, weil es immer irgendwelche Leute gibt, bei denen das Ding nur 21.000 hält.
Und dann ist das Geschrei groß.
Also lieber tiefstapeln.
Wahrscheinlich funktioniert die Kette bei den meisten auch 40.000 und mehr.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon SingleR » 30.08.2020, 12:11

MadDog hat geschrieben:Ich finde es nur einfach doof, wie hier im Forum erstmal mit einer Innovation umgegangen wird.

Da bin ich durchaus Deiner Meinung. Nur: das ist nicht nur in diesem Forum so. ;-)

MadDog hat geschrieben:Es ist doch letzten Endes scheißegal, was die Nachrüstung anbelangt oder wie viel das kosten mag oder ob das überhaupt für jede Maschine geht.

Nein, eben nicht. Die Akzeptanz eines neuen Systems hängt auch wesentlich vom Kosten-Nutzen-Verhältnis bzw. dem Gesamtpreis ab. Aber das "Problem" scheint es ja zumindest bei der Ab-Werk-Option für die S-Modelle nicht zu geben.

Verbleibt einzig die Frage, wann das System für alle anderen Motorräder zur Verfügung steht. Bei der S kommt ja eine 525er-Kette zum Einsatz. Also eine Feld-Wald-und-Wiesen-Ausführung. Es wäre zumindest kein technisches Problem, eine Kette mit der entsprechenden Gliederzahl auch für alle anderen BMW-Motorräder verfügbar zu machen, bei denen eine 525er-Kette verwendet wird. Und das sind dann schonmal alle kettengetriebenen 2-Zylinder-F-Modelle ab 2008. Entsprechendes Marktpotenzial im Werkstatt- / Reparaturbereich wäre jedenfalls vorhanden. Abzüglich der Kettenölerfraktion natürlich. ;-)

HarrySpar hat geschrieben:Und für diese teure Wunderkette geben sie jetzt 20000km an. Also was soll das?

Deswegen ja meine Frage weiter oben, unter welchen Bedingungen die 20 Tkm ermittelt wurden! Auf der anderen Seite schreibt die "Auto-Blöd"-Zeitung etwas von einer "Lebensdauer wie beim Kardan". Woher die das jetzt wissen wollen, wissen sie wohl nur selbst. ;-) Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass diese 20 Tkm unter verschärften Bedingungen zu Stande gekommen sind, dürften für den Ottonormalmotorradfahrer auf einem leistungsschwächeren Bike als einer S1000 durchaus Laufleistungen von ca. 60 Tkm drin sein. Das werde ich kaum mit einer penibel gepflegten Standardkette hinbekommen. Und bei einem attraktiven Preis (statt eines schöngerechneten Vergleichs zur gepflegten Standardkette) könnte das neue System durchaus für mich interessant sein.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon HarrySpar » 30.08.2020, 13:04

Das tolle Neue soll doch diese Beschichtung sein.
Wird das Ende von Ketten nicht generell von der Längung bestimmt? Bzw. von der unterschiedlichen Längung, was dann zum dauernden Kettenschlagen führt? Was soll eine Beschichtung gegen die Längung helfen?
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon Hosty » 31.08.2020, 11:34

qualitative Ketten werden ab Werk bereits "vorgelängt" bzw. die Ketten werden in jenen plastischen Bereich vorbelastet,
ich denke die Längung der Kette stammt durch den Verschleiß am Kettenbolzen und wenn dieser Bolzen "nicht mehr" verschleißt kann ich mir schon vorstellen das sich das die Kette "nicht" mehr längt
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon HarrySpar » 31.08.2020, 11:44

Und das soll mit einer Beschichtung erreicht werden?!?
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon Hosty » 31.08.2020, 12:18

Reibungskoeffizienten verringern und dadurch die Gleitreibung verringern --> Verschleißärmer --> Längere Lebensdauer

"Diamantähnliche Kohlenstoffschichten – DLC
DLC-Schichten kombinieren in geradezu idealer Weise hohe Verschleißfestigkeit mit günstigen Reibungseigenschaften. Aber auch andere Eigenschaften, z. B. das Benetzungsverhalten, können durch Einbau weiterer chemischer Elemente oder durch eine geeignete Prozessführung gezielt eingestellt werden."

bei diesen Verfahren schaffe ichs auf einen Reibwert von bis zu 0,05 (bei normalen Stahl -Stahl hat man so 0,15)
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon MadDog » 31.08.2020, 14:00

Unterm Strich braucht die Kette eben nicht mehr geschmiert werden.
Das ist das Hauptverkaufsargument.
Dass sich das Material weniger längt als eine andere gute Qualität, glaube ich nicht.
Irgendwann ist das Ding halt auch im Eimer.
Je nach Fahrweise bei dem Einen früher oder dem Anderen später.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon Joe » 31.08.2020, 16:12

MadDog hat geschrieben:Unterm Strich braucht die Kette eben nicht mehr geschmiert werden.
Das ist das Hauptverkaufsargument.
Dass sich das Material weniger längt als eine andere gute Qualität, glaube ich nicht.
Irgendwann ist das Ding halt auch im Eimer.
Je nach Fahrweise bei dem Einen früher oder dem Anderen später.

Der Meinung bin ich auch.
HarrySpar hat geschrieben:Und das soll mit einer Beschichtung erreicht werden?!?
Harry

Da gibt es schon tolle Sachen, die auch in anderen Bereichen erprobt sind.
Aber wenn ich hier lese, dass Ketten schon nach weniger als 10tkm futsch sind, bin ich mir sicher, dass sie schon falsch montiert wurden und die Kettenräder nicht ganz fluchten.
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon SingleR » 31.08.2020, 20:06

HarrySpar hat geschrieben:Das tolle Neue soll doch diese Beschichtung sein. Wird das Ende von Ketten nicht generell von der Längung bestimmt?

Ich erkläre es mal wie folgt:

1. Der Kettenverschleiß (bzw. richtigerweise der des gesamten Kettensatzes) ergibt sich im Wesentlichen aufgrund von 2 Umständen: Kettenlängung und größer werdendem Spiel zwischen Rolle und Bolzen.

2. Kettenlängung ergibt sich nicht, weil die Kettenlaschen sich etwa durch Streckung (Zugkräfte) längen, sondern weil sich das Spiel aufgrund von Reibungsverschleiß zwischen Bolzen und Hülse stetig vergrößert. Um eine Kette per Zugkraft längen zu wollen, bedarf es Kräften im 2-stelligen Kilonewton-Bereich. Diese Kräfte schafft selbst das leistungs- bzw. drehmomentstärkte Bike nicht mal annähernd. [Exkurs: die Zugkraftangaben in den Prospekten der Kettenhersteller sind reines Marketing!]

3. Reibungsverschleiß zw. Bolzen und Hülse (innen) soll durch die Dauerfettschmierung (Ringabdichtung) verhindert bzw. verzögert werden. Ich habe mir mal die Grafik der "Superkette" genauer angesehen. Dort ist angegeben, dass u.a. auch die Hülse (wohl innen wie außen) kohlenstoffbeschichtet ist. Also ist eine Komponente - die Hülse - im Gegensatz zu einer konventionellen Dichtringkette offensichtlich innen zusätzlich vor Abrieb / Verschleiß geschützt. In diesem Bereich "kann" aus meiner Sicht also nur noch der nicht beschichtete Bolzen im selben Maß verschleißen wie bei der konventionellen Dichtringkette - was per se die Laufleistung der Endurance-Kette erhöhen dürfte.

Wie unter 1. beschrieben vergrößert sich durch Reibung auch stetig das Spiel zwischen der Hülse (außen) und der darauf laufenden Rolle. Irgendwann stimmt die Passung der Rolle nicht mehr mit den Zähnen an Ritzel bzw. Kettenrad überein - was neben der Kettenlängung ein weiterer Grund für die "Haifischzahnbildung" auf besagten Komponenten ist. Hier mittels Beschichtung die Reibungsverluste zu minimieren, mithin die Passung von Kettenrolle und Zahnrädern über einen längeren Zeitraum sicher zu stellen, verlängert die Lebensdauer des gesamten Kettensatzes. Also: es ist nicht nur sinnvoll, den Abrieb zwischen Bolzen und innerer Hülse zu verringern, sondern eben auch den zwischen äußerer Hülse und innerer Rolle.

PS: ich bin kein Maschinenbauingenieur. Sofern erforderlich, bitte meine Ausführungen an fehlerbehafteten Stellen korrigieren. Danke! 8)
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Re: BMW Motorrad präsentiert die M Endurance Kette.

Beitragvon HarrySpar » 31.08.2020, 21:26

Deine Erklärung kann ich nachvollziehen, wenn es um den Abstand von einer Rolle zur nächst benachbarten geht.
Also wenn dieser Abstand statt "neu" 18mm dann "nach 20000km" 18,2mm ist.
Aber es dehnt sich ja die gesamte Kette auf ihrer kompletten Länge.
Meine ZZR600 hatte glaub ich eine 5/8 x 3/8 Zoll Kette.
Über 20 Glieder gemessen hatte die neu glaub ich 318mm oder sowas. Und die Verschleißgrenze war 323mm. Also 5mm länger.
Und über 200 Glieder wären es dann eben 50mm Längung anstatt 5mm.
Diese 5mm (bzw. 50mm) kann man nicht mit dem inneren Verschleiß zwischen Bolzen und Rolle erklären.
Da muss was anderes dahinter stecken. Also Längung der Laschen und/oder stetiges Aufweiten der Laschenlöcher bzw. sich "Einarbeiten" oder "Eindrücken" der Bolzen in die Laschenlöcher. Und wie soll dagegen eine Beschichtung helfen?
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