Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Alles was noch mit der F800S + F800ST + F800GT + F800GS und der F800R zu tun hat.

Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Vielfahrer » 31.07.2020, 11:35

80000 selbst draufgefahrene km mit der F800ST (mit total knapp 111000 km), aber schon länger in Gedanken "untreu"....
Heute also bin ich endlich eine K1300S Probe gefahren.

Mein Fazit:

mein individueller Verbrauch liegt bei der F bei 3,5 im laaaangen Durchschnitt und würde wohl so bei 4,7 bei der K1300S liegen, nach der heutigen Erfahrung.
Damit könnte ich mich angesichts der gebotenen Leistung gerade noch anfreunden.
Beim wieder umsteigen auf meine F wurde mir so richtig verdeutlicht, wie handlich, agil, leichtfüßig die F800 doch ist und dabei wirkt sie keineswegs untermotorisiert.
Die K1300S ist einfach ein - im Vergleich zur F - "ausgewachsenes" Motorrad: groß, lang, wuchtig, schwer. Im Fahrbetrieb vergisst man das schnell, dann ist die K1300S einfach nur noch souverän!
Langsamfahrkomfort im 6. bei 50 km/h ist besser als bei der F und dann den Hahn nach dem Ortsschild leicht gedreht, erweckt natürlich spürbar weniger den Eindruck, als sei man zu niedertourig unterwegs (und das, obwohl das Drehzahlniveau bei der K1300 naturgemäß im höchsten Gang ein wenig geringer ausfällt - 600 U/min?). Logischerweise hat das Triebwerk schier endlose Kraft.

Aber mit einem Manko konnte ich mich gar nicht anfreunden:

Immer im Schiebebtrieb (egal, ob bei 2500, 3500, 4500 U/min, egal ob aus 120, 100, 80 oder 60 km/h) hat der Motor - für einen großen Reihenvierzylinder überraschend - unangenehm vibriert. Und das völlig "charakterlos" und nervig. Nicht wie bei einem Boxer, oder unserem Zweizylinder, so, wie man es prinzipbedingt in Kauf nehmen mag, sondern für mich lediglich störend, atypisch für das Motorenkonzept. Mir war nach dem Umstieg wirklich für einen kurzen Moment so, als seien die Vibrationen bei der F geringer :lol: :arrow: aber das trifft wie gesagt bestenfalls auf den Schiebebetrieb zu und natürlich gar nicht, wenn am Gas gedreht wird.
Unter Last, also schon wenn nur ganz wenig Gas gegeben wird, stellt sich sogleich die erwartete, angenehme 4-Zylinder Laufruhe ein. Aber diese Vibationen (kein Ruckeln) waren mir unsympathisch.

Von der Ergonomie her war diese K1300S angenehmer zu fahren, hatte aber auch einen SB-Lenker - bei meiner standard F sitze ich einen Tick mehr nach vorne geneigt. Der Kniewinkel war spürbar und angenehm größer - aber ich habe auch die niedrige Sitzbank auf der F. Ich hatte das Gefühl deutlich mehr "auf" dem bike zu sitzen, während ich bei meiner F mehr "drin" sitze.

Der Fahrkomfort war für meinen Geschmack auch nicht besser, da auch in der "Comfort" Einstellung (mit einer Person) das Fahrwerk sich "sportlicher" anfühlt, oder schlichtweg härter ist, als ich es gewohnt bin. Da ist natürlich ein Gewöhnungseffekt mit im Spiel, aber mir passt die etwas weichere Abstimmung auf meiner F besser in den Kram und für mein Fahrprofil.

Ja, so war das. Ich bin nun schlauer. Eine K1300S wirds vermutlich nicht werden, es sei denn, die die ich gerade im Fokus habe bekomme ich wirklich zu meinem Wunschpreis.... :D

Also schaue ich nach wie vor auch nach einer anderen F800ST als Nachfolger, werde aber das Gefühl nicht los, die R1250RS wäre so richtig meins. ....allein: zu neu, zu teuer.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon HarrySpar » 31.07.2020, 11:57

Ähm, Du weißt schon, dass es auch noch was anderes gibt als BMW?
Und einen Mehrverbrauch von einem Drittel würde ich niemals in Kauf nehmen.
4,7l/100km für ein Motorrad! Nicht Auto! Absolut inakzeptabel!
Warte doch mal, was z.B Moto Guzzi mit dem 850er Motor noch alles rausbringt.
Und warum willst Du Deine ST nicht weiterfahren?
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon blackhawk2k » 31.07.2020, 18:36

Schau mal nach einer der älteren 1290 GT, wenn dir nach einem der Dickschiffe ist. Gab es teilweise schon für 12k neu.
Wenn die mir nicht zu hoch gewesen wäre, hätte ich jetzt vielleicht eine. Vom fahren war ich echt positiv überrascht.

Aber eigentlich gefällt mir die 790er noch besser. Danach kam mir meine F800 leider nicht mehr leichtfüssig vor... Gibt es bisher leider nicht als GT. Bei der Duke 790 scheitern leider fast alle Gepäcklösungen an dem dummen hochgeführten Auspuff
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Vielfahrer » 31.07.2020, 21:21

Danke für eure Denkanstöße!
Und obwohl ich nicht mit BMW Scheuklappen auf der Suche bin, sollte mir das Motorrad ja auch gefallen, nicht wahr!?
Die KTM 1290 finde ich optisch nicht zwingend, es stellt sich kein "haben-wollen-Effekt" bei mir ein und ich habe jemanden kennengelernt, der (als österreichischer KTM Schrauber) mir von den KTM jüngeren Datums (ab 2014) abgeraten hat, wegen deutlich verminderter Qualität auch an wichtigen Bauteilen.
Außerdem kenne ich die 990 Super Duke: agressiv und sehr durstig - beides nicht meins.
Wollte ich denn eine große Enduro, würde ich unbedingt zur Triumph 1200 Explorer ab 2018 greifen - die kleinere Tiger, oder die Tiger Sport 1050 fände ich auch gut, aber da müßte ich mich erst mal durchringen, wieder zurück zur Kette zu wollen. nogo

Guzzi ... also für diese "Hängebusen" hatte ich noch nie ein faible. Zugegeben, die ein oder andere Maschine hat mir wirklich gefallen, aber ich denke nicht, daß ich mit DIESEM italienischen Hersteller glücklich werden könnte.
Immerhin bauen viele der anderen Italiener Maschinen, die ich fantastisch finde, mir aber mit Hinblick auf meine hohe Jahresfahrleistung wirklich nicht "gönnen" möchte. Allein die Servicekosten für eine MV..... plemplem

Die F800GT würde ich ggf nehmen, fände ich eine in diesem dunkleren Blauton, den es (glaube ich) erst seit 2018 gibt. Aber eigentlich finde ich, hat BMW zu viel "verschlimmbessert", weswegen ich die ST auf jeden Fall vorziehen würde.

Die R1200RS war lange im Rennen, ist aber jetzt aus dem Spiel - ich kann nicht mit "merkwürdigem" i.S.v. ruckelndem Dahinrollen im unteren Drehzahlbereich leben (bspw. Stadtverkehr dann in einem der unteren beiden Gänge) - zumindest habe ich darüber gelesen. Und die Armaturen-Konzeption finde ich einfach nur blöd: (Drehzahlmesser klein und digital mit analogem Tacho).

So habe ich denn auch großes Interesse an der R1250RS - hier stört mich eigentlich nur die verwechselbare Optik.
Und die K1300S kriege ich einfach nicht negiert und aus mienem Hirn - ich find die einfach optisch total gelungen.

Aber nun: noch habe ich Zeit zu suchen und es ist ja ohnehin ein "Luxusproblem"
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Tuebinger » 31.07.2020, 22:15

Fürs Ruckeln der grossen Boxer untenrum hilft eine Abstimmung bzw. anderes Motormapping, zB. Andreas Reh kontaktieren.

Gruß vom T.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon HarrySpar » 31.07.2020, 23:01

Vielfahrer hat geschrieben:Guzzi ... also für diese "Hängebusen" hatte ich noch nie ein faible.

Hmmmm, der Guzzi Busen steht aber höher als der eines Boxers.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon SingleR » 01.08.2020, 12:56

Vielfahrer hat geschrieben:Und die K1300S kriege ich einfach nicht negiert und aus mienem Hirn - ich find die einfach optisch total gelungen."

Bevor ich meine F8R kaufte, hatte ich u.a auch eine Probefahrt mit der K13S gemacht. Ich komme - als nahezu "90%-Mensch" - zu einem völlig anderen Fazit: die K ist zu schwer (fast 260 kg!) und zu unhandlich (Radstand wie ein Reisebus). Außerdem behagte mir die armlastige Sitzposition nicht. Bei der F hingegen passte quasi alles. Das Mopped ist mir wie auf den Leib geschneidert. Wer die Leistung der F selten ausreizt bzw. die der K nicht "braucht" (und wo kann man sie im öffentlichen Straßenverkehr schon noch brauchen?), ist mit der F eindeutig "besser" unterwegs, so lange es nicht geradeaus geht. Was die Verbrauchsdaten betrifft, wird man die K aus meiner Sicht nie in den Bereich von 4,7 Litern bringen. Realistisch ist ein Wert, der knapp 1 Liter drüber liegt. Wer dennoch in eine Verbrauchsregion mit einer "4" vor dem Komma kommt, fordert sicher nicht mehr Leistung ab als sie auch von einer Einzylinder-F bereit gestellt wird.

Auch wer sagt, dass man das Gewicht der K beim Fahren nicht wahrnimmt, dem sei bei ähnlichen Motorleistungsdaten ein Exkurs in Richtung der deutlich leichteren und kürzeren S1000 (XR?) empfohlen. Da weiß man dann schnell solche Dinge wie Fahrwerksgeometrie und fehlende Masse zu schätzen.

BTW: auch in Bezug auf die Tiroler Streckenverbote ist die K13 keine Lösung: Standgeräusch 98 dB(a) - bei geschlossener Auspuffklappe (?) - noch deutlich oberhalb des Limits. Und wer selbst dran schrauben will, "freut" sich darüber, das man zum Zündkerzenwechsel erst den Kühler demontieren muss. plemplem

Tja, und was kann man nun als Alternative zur ST (bzw K13) empfehlen? Eine S1000XR ist schon ziemlich nahe dran. Aber vorher muss BMW die Geräuschemissionen noch in den Griff bekommen... :mrgreen:
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon HarrySpar » 01.08.2020, 13:44

Upps! Hatte die K13 auch schon eine Klappe im Auspuff?
Und SingleR: Diese 50kg Mehrgewicht der K13 merkt man nicht. Das sind die Sorte kg, die man nicht merkt.
Hast Du das noch immer nicht verinnerlicht? Es gibt zwei Sorten Kilogramm! Die, die man merkt. Und die, die man nicht merkt.
:) ;-) :)
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon SingleR » 01.08.2020, 14:11

HarrySpar hat geschrieben:Upps! Hatte die K13 auch schon eine Klappe im Auspuff?

Ich meine, ja. Und ich denke, dass das die erste BMW war, wo man mit diesem [Achtung: angelsächsisches Quasi-Idiom] "Shice" angefangen hat.

HarrySpar hat geschrieben: SingleR: Diese 50kg Mehrgewicht der K13 merkt man nicht. Das sind die Sorte kg, die man nicht merkt.
Hast Du das noch immer nicht verinnerlicht? Es gibt zwei Sorten Kilogramm! Die, die man merkt. Und die, die man nicht merkt.
:) ;-) :)

;-) Da ist was dran! Wobei man die kgs manchmal auch in cm oder alternativ in Newton messen kann statt sie zu wiegen - wenn nämlich der RV der Moppedjacke nach dem Winter nicht mehr so fluffig zu geht wie noch im Herbst davor... scratch
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Vielfahrer » 01.08.2020, 14:59

Ja gut....ICH habe die mehr Kilos jedenfalls nicht negativ bemerkt, obwohl ich kaum 500 Meter nach meinem Aufstieg auf die K eine Wende auf einer Innerortsstrasse durchfuehren musste - die Fuesse konnte ich auf den Rasten lassen dabei!
Ob das nun am SB-Lenker lag, dass mir die Fuhre nicht zu lang, zu unhandlich, oder zu schwer vorkam sei dahingestellt. Ich war jedenfalls ueberrascht beim Wenden in Fahrt (also nicht schieben), dass sie schwerer aussieht, als wirkt.

Die S1000XR ist auch wieder ueberhaupt nicht meins. Weder optisch, noch vom agressiven und durstigen Motor her.

Und doch: ich bin 30 km gefahren und habe den BC resettet, mit dem Ergebnis 4,9 Liter - dabei muss man aber beruecksichtigen, dass ich (natuerlich) zwischendrin mehrmals mal kurz die Power angetestet habe bis rauf auf 140 km/h. Das mache ich im Alltag praktisch kaum je und darum gehe ich nach wie vor davon aus, ich wuerde die K dauerhaft unter 5 Litern bewegen.
Dass ich die vorhandenen Leistungsreserven so gut wie gar nicht antaste bei meinem Fahrprofil steht voellig ausser Frage, aber das gilt genauso fuer meine F. Ginge es nur darum, koennte ich mit einem 125er Roller leben.

@Harry:
Du hast recht: der Boxer"busen" haengt wirklich tiefer :lol: aber mir gefaellt das besser - in diesem Fall!
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon HarrySpar » 01.08.2020, 20:02

Warum willst'n Deine hergeben? Einfach nur wegen der 110000km?
Und einfach eine andere ST kaufen mit wenigen Kilometern? Dann hast Du Deine alte noch als Teilelager.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Langstreckler » 01.08.2020, 23:44

Vielfahrer hat geschrieben:80000 selbst draufgefahrene km mit der F800ST (mit total knapp 111000 km), aber schon länger in Gedanken "untreu"....
Heute also bin ich endlich eine K1300S Probe gefahren.

Mein Fazit:
...
Also schaue ich nach wie vor auch nach einer anderen F800ST als Nachfolger, werde aber das Gefühl nicht los, die R1250RS wäre so richtig meins. ....allein: zu neu, zu teuer.


Der 1250er Motor ist schon toll. Ich bin dieses Jahr die R1250R Probe gefahren. Der Motor läuft sehr ruhig und zieht bereits aus tiefsten Drehzahlen fulminant durch. – ShiftCam macht’s möglich!

Und das Beste ist, dass der Motor auch noch sehr sparsam ist. Ich bin nach BC mit 4,2 l/100km ausgekommen, wobei ich am gleichen Tag noch eine F900XR gefahren bin, die ½ l mehr verbraucht hat. Mit meiner F800R komme ich zwar auf 3,6 l/100km, die R1250 spielt dafür natürlich auch in einer „anderen Liga“.

Wenn Du wirklich ein Upgrade willst und als Vielfahrer einen guten Wetterschutz brauchst, dann würde ich warten, bis es die R1250RS für einen für Dich akzeptablen Preis auf dem Gebrauchtmarkt gibt und so lange die F800ST weiter fahren.
Für mich bin ich zur Überzeugung gekommen, dass die F800R alles in allem das beste Motorrad ist und ein Upgrade deshalb keinen Sinn macht.

Gruß
Dietmar
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon SingleR » 02.08.2020, 12:09

Vielfahrer hat geschrieben:Dass ich die vorhandenen Leistungsreserven so gut wie gar nicht antaste bei meinem Fahrprofil steht voellig ausser Frage, aber das gilt genauso fuer meine F. Ginge es nur darum, koennte ich mit einem 125er Roller leben.

Dann habe ich leider immer noch nicht verstanden, warum Du mit einem 175PS-Bike liebäugelst, wenn gerade mal max. knapp 50 PS abgerufen werden. So gesehen, dürfte es für Dich jede Menge Alternativen im Leistungsbereich bis 70 PS geben. Die sparen dann nicht nur Sprit, sondern auch massenweise Versicherungsprämie! ;-)

Oder anders: ich käme nicht auf die Idee, mir ein leistungsstarkes Motorrad zu kaufen, wenn ich das gebotene Potenzial weder regelmäßig noch annäherungsweise nutzen würde. Aber - bitte nicht persönlich nehmen - es gibt ja auch Leute, die kaufen sich ne Luxusküche, obwohl sie gar nicht kochen können... ;-)

Langstreckler hat geschrieben:Mit meiner F800R komme ich zwar auf 3,6 l/100km...

Wie geht das denn? Ich zähle mich zu den Fahern, die frühzeitig hochschalten und sich auch sonst im öfentlichen Straßenverkehr einigermaßen benehmen, aber unter 4,1 l bin ich noch nicht gekommen. Mit Originalübersetzung.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon Vielfahrer » 02.08.2020, 12:28

@Dietmar

Im Grunde teile ich deine Sicht der Dinge. So sollte ich es machen. Der Grundgedanke war, rechtzeitig (was auch immer das in diesem Zusammenhang heissen mag) zu wechseln, bevor eventuelle Reparaturen monetaere Groessenregionen annehmen, die sich nicht mehr lohnen, bei mehr als 111000 km.
Aber vermutlich laeufts darauf hinaus, evtl. kombiniert mit dem Gedanken von Harry, naemlich im Zweifel noch eine ST zu kaufen, bis ich mich mit den Gebrauchtfahrzeugpreisen einer 1250RS anfreunden kann.
Ehrlich gesagt habe ich es bisher extra vermieden, eine Probefahrt mit einer 1250RS zu machen, damit ein "unbedingt-und-sofort-haben-will" Gefuehl nicht eintritt :lol:


@singleR

Wie gesagt, die K1300S fand ich von Beginn an einfach toll, optisch. Jetzt gibts die Maschinen inzwischen zu Preisen, die ich bereit bin auszugeben.

Fuer mich ist das Thema Motorrad zwar mit wenig Emotionen aufgeladen, aber ganz asketisch bin ich dann auch nicht bereit das Thema weiter zu fuehren.
Fuer mich ist das Motorrad ganz ueberwiegend Mittel zum Zweck. Es ist mein motorisiertes Fortbewegungsmittel Nr. 1 und muss darum so gut wie moeglich funktionieren. Gefallen soll es mir aber schon auch, darum faellt einfach vieles von auf dem Markt befindlichen Geraeten weg. Ausserdem bin ich nach nunmehr knapp 4 Jahren F einfach sehr zufrieden. Hatte noch kein so zuverlaessiges und anspruchsloses Motorrad zuvor, sowie noch nie etwas anderes, als Kettenantrieb und fuer technische Besonderheiten, wie bspw. den Paralleltwin, den Riemenantrieb oder den weiter unten angebrachten Tank kann ich mich schon "begeistern".
Darum habe ich inzwischen eine gewisse Neigung zu BMW Kraedern entwickelt.
Ausserdem betrachte ich Leistungsreserven durchaus als im Zweifel "lebenserhaltend" - etwa bei Ueberholmanoevern.

Versicherungspraemie ist bei mir ueberhaupt kein Thema: immer nur Haftpflicht und die kostet mich aktuell ca. 125 Euro im Jahr und waere bei der K1300 auch nur ca. 30 Euro teurer.

Wie schon irgendwann hier irgendwo geschrieben, fahre ich zu etwa 85% geschwindigkeitslimitierte Autobahn und praktisch keinen Stadtverkehr. Ergo auch keine Kurzstrecken. Eigentlich wird die F immer mindestens fuer 60 km am Stueck benutzt. So kommt dann auch ein geringer Durchschnittsverbrauch zustande. Insbesondere gepaart mit meinem inzwischen recht defensiven und vorausschauenden Fahrstil.
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Re: Nachfolger für F800ST - nicht ganz dringend - gesucht

Beitragvon HarrySpar » 02.08.2020, 13:03

Also beim Thema "Power" oder "Reserve beim Überholen" muss man schlichtweg im Hirn mal einen Denkprozess durchlaufen und dann für sich erkennen, dass zumindest im Solobetrieb die F800 völlig ausreicht.
Klar haben nochmal 40PS mehr einer R1250RS bei einer Probefahrt eine attraktive Wirkung.
Aber dann eben einfach nach der Probefahrt nochmal kurz den Denkprozess wiederholen! Dann wird klar, dass die R1250 nicht sein muss und die F800 völlig reicht. Und bei 100000km sind es eben mal locker 800 Liter Sprit, die man nicht durch den Motor blasen muss.
Und wenn diese 111000 Langstreckenkilometer ohne Probleme waren, dann denke ich, dass gut und gern auch noch die nächsten 100000 Langstreckenkilometer mit Ausnahme eines neuen Zahnriemens problemlos möglich sind.
Never change a running system!!!
Und wenn Platz kein Thema ist, vielleicht noch eine ST der letzten Baujahre mit weniger Kilometer heimstellen.
Dann vielleicht beide jährlich abwechselnd fahren. Und wenn die ältere dann tatsächlich mal ein großes Problem hat, nur noch die neuere fahren und die ältere als Ersatzteillager.
Aber leistungsmäßig und verbrauchsmäßig aufrüsten - bleiben lassen! Höchstens abrüsten! Unsere Zeit gebietet das.
Harry
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